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Die erste Frage, die jeder Besucher stellt, ist die : " Wie ist die blaue Farbe des Wassers zu erklären ?" Versuchen wir die Frage einigermaßen befriedigend zu beantworten. Bei lang anhaltendem schönen Wetter zeigt die Quelle an den tiefsten Stellen ein sehr reines, tiefes Blau. Dieses Blau kann aber unter Umständen in eine matt hellblaue, weiterhin dunkelgrüne und hellgrüne Tönung umschlagen, ja das Wasser kann sogar als braungelbe Brühe abfließen, von der man durchaus nicht sagen kann, daß sie dem Namen Blautopf Ehre macht. Das tiefste Blau zeigt die Quelle, wenn das Wasser völlig klar und wenn der Himmel bedeckt ist, also nicht, wie man meinen könnte, bei direkter Sonnenbestrahlung und blauem Himmel. Zur Erklärung der blauen Farbe wurden schon alle möglichen Ursachen herangezogen: die Umgebung, gefärbtes Gestein in der Tiefe, Bläue des Himmels, Lösung von Kupfer- und Eisensalzen oder blaugrüne Lebewesen. All das trifft nicht das Wesen der Dinge. Eingehende Untersuchungen haben zu dem Ergebnis geführt, daß die blaue Farbe des Blautops die Eigenfarbe des reinsten Wassers ist. Das kommt so zustande, daß das einfallende Sonnenlicht, das bekanntlich aus sämtlichen Spektralfarben besteht, eine Schicht von 15 bis 20 m durchdringt, zurückgeworfen wird und dann erst das Auge des Beschauers trifft. Bei dem Durchgang durch das Wasser werden aber die gelben und roten Strahlen nahezu völlig verschluckt und nur die blauen Strahlen gelangen in der Hauptsache in unser Auge. Daß die Erscheinung gerade am Blautopf so deutlich hervortritt und an anderen Quellen nur Ansätze einer Färbung auftreten, rührt daher, daß der Blautopf so tief und so klar ist. Die Sichttiefe, d.h. die Tiefe bis zu welcher eine weiße Scheibe sichtbar ist, beträgt mehr als 20 m, woraus also eine überaus hohe Klarheit des Wassers hervorgeht und wodurch, zusammen mit der Tiefe, dem Licht die Möglichkeit gegeben ist, tief einzudringen. |