( Schelde )

Die kanalisierte Schelde ( Escaut ) beginnt in Cambrai, wo sie Anschluß an den Canal de Saint-Quentin hat. Sie führt durch die Industriegebiete um Denain und Valeciennes, wenn sie bei Mortagne - in ziemlich unberührter Landschaft - die belgische Grenze überquert, hat sie 58 Km zurückgelegt. Die Schelde fließt dann an den Seehäfen Gent und Antwerpen vorbei und mündet in die Nordsee.
Auf diesem Fluß fuhren schon immer schwere Lastkähne, denn er gehört zur Verbindungsstrecke zwischen Paris und Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden. In Zukunft wird die Schelde noch mehr an Bedeutung gewinnen, da sie auf internationale Abmessungen ( für 3000-Tonnen Schubverbände ) gebracht wurde und zwar von der Verbindung zum Großschiffahrtsweg Dünkirchen-Schelde bis zur belgischen Grenze.
Bei Km 31 hat die Schelde am rechten Ufer Verbindung zum Canal de Pommeroeul à Condé und bei Km 43 an den kanalisierten Fluß Scarpe. Bei der Begradigung der Schelde sind verschiedene Nebenarme entstanden, wie z.B. der Vieil Escaut, von denen einige als Zufahrten zu Fabrikkais offengehalten wurden.

Im ersten Abschnitt gibt es 5 Schleusen; jede von ihnen ist mit Zwillingskammern ( 40,50 m x 6,00 m ) ausgestattet. Im zweiten Abschnitt gibt es 6 Schleusen, alle mit den für 3000-Tonnen-Schubverbänden vorgesehenen Abmessungen ( 144,60 m x 12,00 m ). Die alte Schleuse bei Rodignies, in der Nähe der belgischen Grenze, die immer ein großer Engpass war, besteht nicht mehr.

Der zulässige Tiefgang beträgt 2,20 m im ersten Abschnitt und 3,00 m im zweiten bis nach Pont de la Concorde. Bis zur Beendigung der Verbesserungsarbeiten beträgt der Tiefgang bis nach Condé 2,50 m; von da bis zur belgischen Grenze 2,00 m.

Im ersten Abschnitt ist die Durchfahrtshöhe unter festen Brücken 3,80 m bei normalem Wasserstand. Im zweiten Abschnitt ist sie auf ein Minimum von 5,25 m über dem höchsten schiffbaren Wasserstand erhöht worden, obwohl sie an einigen Brücken etwas geringer ist ( 4,80 m ).

Ein guter Treidelpfad verläuft neben der gesamten Strecke.
Mai 2004