Die Garonne entspringt in den Pyrenäen und war früher bis oberhalb von Toulouse schiffbar, doch sie wurde niemals kanalisiert, daher ist die Flußschiffahrt heute auf den Abschnitt talwärts der Baíse-Mündung beschränkt. Jedoch von hier bis Castets-en-Dorthe, auf einer Strecke von 78 Km, entstehen durch die ständigen Verlagerungen des Flusbettes Schiffahrtshindernisse und die Tiefen verändern sich beträchtlich, Verbesserungen sind geplant.
Ab Castets-en-Dorthe, der Verbindung mit dem Canal latéral à la Garonne, ist die Garonne gezeitenabhängig und voll schiffbar. Der Fluß wird ab der Brücke Pont de Pierre in Bordeaux zu den Seewasserstraßen gezählt.
In Bec d´ Ambès mündet am rechten Ufer die Dordogne ein, der Fluß wird merklich breiter und erhält den Namen Gironde. Von Castets-en-Dorthe bis nach Bordeaux sind es 54 Km, Bec de Ambès liegt weitere 25 Km stromabwärts und die Gironde ist von Bec de Ambès bis zur See 71 Km lang. Die Gezeitennavigation stellt keine besondere Schwierigkeit dar, aber Sie sollten Vorsicht und Aufmerksamkeit walten lassen und sich außerdem einen detaillierten Führer für dieses Gebiet besorgen. Flutwellen - "Mascarets" - machen sich bei geringer Wasserführung des Flusses manchmal bis 40 Km stromaufwärts von Bordeaux bemerkbar.

Auf dieser Strecke gibt es keinerlei Schleusen.
Die Tiefen sind veränderlich und von den Gezeiten abhängig. Informieren Sie sich an Ort und Stelle. Wenn Sie den Gezeitenstrom gut ausnutzen, können Sie mit einem Schiff, das einen Tiefgang von 1,80 m hat ( dies ist auch der höchstzulässige Tiefgang ) von Bordeaux nach nach Castets-en-Dorthe gelangen.
Die Brücken haben eine Mindestdurchfahrtshöhe von 6,50 m über dem höchsten schiffbaren Wasserstand.
Ein Treidelpfad ist nicht vorhanden.
Gironde-Mündung in den Atlantischen Ozean
Gironde-Mündung in den Atlantischen Ozean

Mai 2004