| Der Rhein |
| Der Rhein |
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Der Rhein entspringt in den Schweizer Alpen südwestlich von Chur, fließt durch den Bodensee und hat immer noch alpinen Charakter, wenn er an der deutsch-schweizerischen Grenze in das Gebiet um Basel hinabfließt. Ab Rheinfelden (am Hochrhein) ist er schiffbar, verläßt kurz unterhalb des Binnenhafens von Basel die Schweiz und bildet auf der 184 Km langen Strecke bis Lauterbourg die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Dann fließt der Rhein nach Norden und Nordwesten durch Deutschland und Holland und mündet 1320 Km von seiner Quelle entfernt, in die Nordsee. |
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Der Oberrhein - von Basel bis Bingen - war immer schwierig zu befahren und für die Schiffahrt oftmals gefährlich. In den Jahren 1840-1860 wurden großangelegte Regulierungsarbeiten durchgeführt, die leider auch unangenehme Nebenwirkungen zeigten: größere Strömungsgeschwindigkeit und Erosion des Flußbettes. Im 250m breiten regulierten Flußbett bildete sich eine windungsreiche Rinne und Felsbrocken kamen nach und nach zum Vorschein, der unangenehmste von allen bei Istein, in der Nähe von Kembs. Querbuhnen sollten das Flußbett befestigen - , aber trotzdem konnte Basel nur von 600-Tonnen-Schiffen bei guten Bedingungen angelaufen werden. |
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Vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte man eine weit wirksamere Lösung anvisiert, den Bau eines Rhein-Seitenkanals von Basel bis Straßburg. An diesem Grand Canal d´Alsace sollten eine Reihe von Wasserkraftwerken errichtet werden, zum Nutzen der Landwirtschaft und der Schiffahrt. Der Vertrag von Versailles betraute Frankreich mit der Durchführung dieses Projekts und die Electricité setzte es in die Tat um. Der erste Abschnitt dieses Kanals, der der Barre von Istein ausweicht, wurde 1932 eröffnet. Im Jahre 1956 waren dann auch die restlichen drei Stauhaltungen fertig. In einem neuen Übereinkommen zwischen Deutschland und Frankreich wurde der Plan abgeändert, um die schweren Umweltschäden am Rhein in Grenzen zu halten. |
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Es entstanden verschieden lange Schleusenkanäle mit einem Staudamm am Rhein und mit Kraftwerken und Schleusen am talwärts gelegenen Ende der Kanäle. In den siebziger Jahren wurde ein weiterer Abschnitt stromabwärts von Straßburg fertiggestellt. Damit ist der Rhein beinahe auf der ganzen Strecke entlang der französischen Grenze kanalisiert und kein besonders attraktives Revier für Sportbootfahrer. |
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Es gibt zehn Schleusen, alle in Verbindung mit wichtigen Wasserkraftwerken. Die ersten vier liegen am Rhein-Seitenkanal, die restlichen sechs an Schleusenkanälen. Jede Schleuse hat zwei nebeneinander liegende Kammern, die eine mißt 185,00 m x 24,00 m, die andere 185,00 m x 12,00 m. Die beiden kürzlich gebauten Schleusen bei Gambsheim und Iffezheim tragen dem dichten Verkehr stromabwärts des Hafens von Straßburg Rechnung und haben Kammern mit Abmessungen von 270,00 m x 24,00 m. |
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Zwischen Hüningen und dem talwärts gelegenen Ende des Rhein-Seitenkanals beträgt die Tiefe 3,00 m. Im kanalisierten Teil des Flusses sind es 2,70 m, zwischen Straßburg und Lauterbourg 2,90 m bei normalem Wasserstand. |
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Alle festen Brücken haben eine lichte Durchfahrtshöhe von 7,00 m über dem höchsten schiffbaren Wasserstand zwischen Basel und Straßburg; 9,10 m zwischen Straßburg und Lauterbourg. |
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