. . . . Fortsetzung Reisebericht Rhein-Rhône-Kanal

Gegen Mittag legten wir wieder ab und fuhren Richtung Pontailler sur Saône, es wurde beschlossen, da wir noch Zeit bis zum nächsten Morgen hatten um das Boot abzugeben, das wir noch ein Stück in den Saône-Marne-Kanal hinein fahren um wenigstens einmal die handbetriebenen Schleusen auszuprobieren. Die Sonne brannte wieder vom Himmel und von Regen war keine Spur. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Einfahrt zum Saône-Marne-Kanal und mußten gleich an der ersten Schleuse warten, da uns ein gewaltiger Frachter entgegen kam und dieser beim Schleusen Vorrang hatte.

Wir quetschten unser Boot vor der Schleuse an die Böschung, damit der dicke Pott auch vorbeikommt. Es war ganz schön knapp, aber es klappte ohne das er uns versenkte. Langsam zog der Frachter, mit einer geschätzten Länge von 40 Metern, an uns vorbei und wir hatten sogar noch Zeit ein wenig Smaltalk mit der Besatzung zu machen. Sie kamen aus Gent in Belgien und wollten durch bis Italien, hatten also noch eine ordentliche Strecke vor sich.

Wir bewältigten, mit Hilfe des freundlichen Schleusenwärters, ganze zwei Schleusen und mußten einsehen das viel zuviel Zeit verloren geht, um noch weiter zu fahren. Es wurde eine Pause eingelegt und beschlossen die Aktion "Saône-Marne-Kanal" nach einem knappen Kilometer abzubrechen, da wir das Boot am nächsten Tag um 9:00 Uhr zurückgeben mußten. Die letzten Spagetti wurden gekocht und es fand sich sogar noch eine Dose Thunfisch, also gab es kurzerhand Thunfischspagetti, waren echt lecker. Der Biervorrat ging auch langsam zur Neige, es würde aber noch für einen gemütlichen Abend reichen. Nach dem Essen legten wir ab und der Schleusenwärter, der auch ein gutes Trinkgeld erhielt, half uns wieder beim Kurbeln. Eine Stunde später verließen wir den Kanal und bogen in die Saône Richtung Pontailler ein.

Die Schleusen der Saône waren doch die besten, alles vollautomatisch, leicht zu bedienen und vor allem ging das Schleusen Ruckzuck. Langsam, in gemächlicher Fahrt, näherten wir uns dem Heimathafen der Tarpon, Pontailler-sur-Saône, wo wir die letzte Nacht verbringen wollten um das Boot dann pünktlich abzugeben. Wie die Profis, ohne anzuecken fuhren wir unter der Hafenbrücke hindurch, legten an und einigten uns darauf einen Stadtbummel in Pontailler zu machen und noch ein paar gemütliche Bierchen zu trinken.

Der Rundgang durch die Stadt war schnell erledigt, da Pontailler nicht sonderlich groß ist. Da die Temperaturen abends um 20:00 Uhr immer noch super waren, setzten wir uns vor einer Kneipe an einen Tisch, genossen den Sommerabend, ließen den Urlaub Revue passiere, tranken gemütlich ein Bier ( oder auch zwei ) und machten uns anschließend wieder auf den Weg zum Boot, um aus den übriggebliebenen Resten ein Abendessen zu zaubern.
Am nächsten Morgen wurde das Boot gereinigt, die Sachen gepackt und in den Autos verstaut. Erwin machte noch eine kurze Inspektion und stellte fest das alles in Ordnung war, somit konnten wir unsere Rückreise nach Ulm antreten.

Hiermit danken wir allen die am tollen funktionieren dieses Urlaubs beteiligt waren !!

Vor allem:
sowie:
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(c) Gerhard Bigell - Juni 2006
Ruff-Hausboote
Les Canalous in Pontailler-sur-Saône
ein Frachter aus Gent
passt gerade so in die Schleuse
Jiri beim Kurbeln
nach dieser Schleuse hatten wir genug
Wegi beim Futtern
das war doch nicht das letzte Bier, oder ?
einmal drehen, fertig !
festhalten, nicht hochziehen ;-)
Hafenmeisterei in Pontailler-sur-Saône
im Hafen von Pontailler
bitte kein Bier mehr :-)
guck mal, ein Auto für Zwerge
Ruff-Hausboote
Les Canalous Frankreich
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