Da Les Canalous es dieses Jahr nicht schaffte eine Tarpon 49 nach Pontailler-sur-Saône zu verlegen, wurde kurzfristig auf eine Tarpon 42, die leider nur über 4 Kabinen verfügt, umgebucht. Das Schiff ist etwas kleiner und besitzt auch nur 2 x Duschen + Toiletten, was dazu führte, das einer unserer Gruppe völlig austickte und auf "Seine" Kabine bestand. Er bekam als Einzelperson eine 3-Bett-Kabine, dafür mußten 2 Personen im umgebauten Saloon schlafen. Fazit, prüfen Sie gut wen Sie mit auf die Reise nehmen.

Nach vielen Änderungen von Schiff und Fahrstrecke ging es am 23.08.2008 endlich los. Morgens um 8:00 Uhr machten wir uns mit 3 Autos auf den 520 Km langen Weg von Ulm nach Pontailler-sur-Saône. Die Fahrt verlief problemlos und mit zwei Zwischenstopps kamen wir Nachmittags in Pontailler an.
Nachdem das Schiff beladen war, wurde noch bei einem Weinhändler, der direkt an der Basis seinen Weinstand aufgebaut hatte, eine Weinprobe gemacht. Am Ende waren wir um eine Kiste Wein reicher und 140,-Euro ärmer. Was soll´s, wir hatten Urlaub.

Daten zur Strecke:

Bourgogne - Franche-Comté - Region Bresse ( Rezepte für´s Bresse-Huhn )
( Saône - Seille - Canal de Pont-de-Vaux )

von Pontailler-sur-Saône nach St.Jean-de-Losne - Seurre - Verdun-sur-le-Doubs - Gergy - Chalon-sur-Saône - Tournus - Pont-de-Vaux - La Truchére - Branges - Louhans und zurück nach Pontailler-sur-Saône.
50 Betriebsstunden ( á 8,00 Euro = 400,- Euro )
400 gefahrene Kilometer.
300 Liter Diesel.
4.000 Liter Wasser ( aber nur zum Duschen ).
10 Liter Bier ( na ja, recht wenig ).
35 Flaschen Wein ( natürlich nur vom feinsten )
2 Flaschen Jack Daniels und jede Menge Cola, Saft und Blubberwasser.

Spätnachmittags liefen wir in den Hafen " H2O " in St.Jean-de-Losne ein und fanden auch nach kurzer Zeit einen ausreichend großen Liegeplatz für unser Schiff, das immerhin 13,00 m lang und 4,20 m breit ist und gegen das ein 2,59 m breiter Bayliner mickrig aussieht.

Jedesmal das gleiche Spiel, wenn man mit einem Mietschiff, das natürlich sofort als solches erkannt wird, in einen Hafen einläuft; den Schiffseignern der dort liegenden Privatyachten steht das blanke Entsetzen in die Augen geschrieben und sie sehen ihre schöne Yacht schon auf dem Grund des Hafenbeckens liegen, denn der Käpt´n des "Bumsbootes" hat natürlich keine Ahnung von der christlichen Seefahrt und nur eines im Sinn, ihre schöne Yacht zu versenken.

Mit allem möglichen bewaffnet, von Bootshaken bis Schrubbern, stehen sie an der Reling, rufen meistens ganz aufgeregt und wild gestikulierend : No, no, no, no
( was übersetzt soviel heißt wie: Verschwinde sofort und versuch ja nicht neben meinem Schiff festzumachen ) und versuchen das böse Mietboot von sich fern zuhalten. Wenn der Kapitän dieses Bootes es dann auch noch wagt ein perfektes Anlegemanöver hinzulegen, ohne ihre ach so teure Yacht zu berühren, gehen sie frustriert und beleidigt unter Deck.

Das Schiff wurde festgemacht, der Landstrom angeschlossen und dann zog man sich für einen Stadtbummel um. Wir machten uns auf in Richtung Uferpromenade, dem Quai de National, da wir dort bei der Herfahrt viele Stände, Verkaufsbuden, Karussels und dergleichen gesehen hatten. Es war anscheinend wieder einmal Volksfest in St.Jean-de-Losne, vielleicht gab es ja am Abend sogar ein Feuerwerk.
An der Uferpromenade der Saône angekommen herrschte dort buntes Treiben, man mischte sich unters Volk und ließ die Eindrücke, beim Vorbeischlendern an den verschiedenen Buden und Ständen, auf sich wirken. Nach geraumer Zeit verspürten alle ein gewisses Hungergefühl und man machte sich auf, ein Restaurant zu finden, in dem es um diese Uhrzeit, noch etwas zu essen gab, was garnicht so einfach war.
Direkt an der Saône-Brücke, die von St.Jean nach Losne führt, wurden wir fündig.
( Brasserie-L´Amiral - 4 Place de la Deliberation-21170 St.Jean-de-Losne-Tel.: 03.80.29.08.06.80 ). Der Wirt wollte zuerst nicht, er hätte gerne seine Küche geschlossen, als er dann aber durchzählte und feststellte das wir 10 Personen waren, machte er schnell ein paar Tische frei und dann ging´s los. Es wurde gegessen, getrunken, gequatscht und als es dann richtig dunkel war begann tatsächlich ein tolles Feuerwerk direkt über der Saône.
Die Rechnung am Schluß sah zwar heftig aus, aber geteilt durch 10 Leute ( 144,80 Euro - 949 Francs ), man lebt schließlich nur einmal ;-)

Yachthafen " H2O " in St.Jean-de-Losne
Gut gelaunt ging es auf´s Schiff, der Motor wurde gestartet, die Leinen losgemacht und gegen 15:30 Uhr fuhren wir aus dem Yachthafen, raus auf die Saône. Die erste Etappe der Fahrt sollte bis nach St.Jean-de-Losne gehen, wo wir die Nacht im dortigen Yachthafen "H2O" verbringen wollten.
Im Schatten, neben dem Weinstand.
St. Jean-de-Losne an der Saône
Yachthafen von Pontailler-sur-Saône
Los geht´s, nach St.Jean-de-Losne
September 2008
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Tarpon 49
Sa˘ne und Seille 2008
Helmut am Weinstand
Yachthafen Pontailler-sur-Sa˘ne
auf der Sa˘ne
Yachthafen St.Jean-de-Losne
St.Jean-de-Losne
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Tarpon 49

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